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Autorin: Johanna Wedl
Illustration: Nando von Arb
Freitag, 10. November 2023

Pandemie, Kriege, Teuerung: Gefühlt sind wir seit Jahren im Krisenmodus. Bei manchen löst das Angst aus. Wie geht es Ihnen als freischaffender Künstler?

Ich spüre, dass viele in meinem Umfeld belastet sind. Ich selbst bin es auch. Aktuell treibt mich eine finanzielle Angst um. Vier Jahre lang habe ich an meinem zweiten Buch gearbeitet. Auf die Abgabe hin war der Druck sehr gross. In den vergangenen zehn Monaten konnte ich an keinen anderen Aufträgen arbeiten und habe somit nichts verdient. Hinzu kam eine private Krise. Eine langjährige Beziehung ging zu Ende, fast gleichzeitig verschwand unsere Katze. Ich verlor meine «kleine Familie». Glücklicherweise ist meine Angststörung dennoch nicht aufgeflammt.

Seit wann haben Sie diese?

Schon in meiner Kindheit hatte ich Angst. Ich fürchtete mich davor, im Schwimmbad vom Fünf-Meter-Turm zu springen. Ich konnte nicht einschlafen, weil ich Angst vor der Dunkelheit hatte. Konflikte machten mir Angst.

Das klingt per se nicht ungewöhnlich.

Das stimmt, diese universellen Ängste kennen viele. Angst ist etwas Natürliches und ein Selbstschutz, sie hat durchaus ihr Gutes. Ich hatte aber ganz konkret Angst davor, dass mein Körper versagt und dass ich krank bin. Das äusserte sich unter anderem in Bauchschmerzen.

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