N° 11+12/2025

bref Magazin – Von Stars und Sternchen

In einer Zeit ohne Schrift war der Sternenhimmel für die Menschen Schule, Kalender, Navigationshilfe und moralischer Kompass. Der Schriftsteller Raoul Schrott hat die Sternbilder von 17 frühen Kulturen mit den dazugehörigen Sagen verbunden. Auf ein Gespräch mit einem Universalgelehrten.

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Kategorie: bref Magazin Schlagwort: 2025

Beschreibung

Das sind die Themen dieses Magazins:

Sternbilder und Sternsagen von frühen Kulturen

Wenn wir heute in den Himmel blicken, erkennen wir vielleicht den Grossen Wagen oder Kassiopeia. Geschichten zu diesen Sternbildern kennen jedoch nur wenige. Für frühe Kulturen war der Himmel weit mehr als ein nächtliches Schauspiel: Er diente als Schule, Kalender, Navigationshilfe und moralische Orientierung.

Der Schriftsteller Raoul Schrott hat die Sternbilder von 17 frühen Kulturen mit deren Weltschöpfungsmythen verbunden. Entstanden ist ein umfangreiches Werk von über tausend Seiten, das in die kosmischen Vorstellungen früher Gesellschaften führt. Barbara Schmutz und Daniel Stehula haben Raoul Schrott für ein Gespräch getroffen.

Rainer Maria Rilke und sein Bild von Gott

Vor 150 Jahren wurde Rainer Maria Rilke geboren. Seine Gedichte sind bis heute weit verbreitet, man findet sie etwa in Poesiealben, Zitatensammlungen oder Traueranzeigen. Weniger bekannt ist jedoch, welches Bild von Gott der Dichter hatte.

Autor Florian Bissig geht dieser Frage nach und widmet sich Rilkes Stunden-Buch. Darin zeigt sich ein Gottesbild, das überraschend und zugleich provokativ wirken kann.

Statistiker wissen: Trends können umkehren

Nicht einmal mehr die Hälfte der Schweizer Bevölkerung gehört heute einer Landeskirche an. Geht dieser Abwärtstrend weiter?

Der Datenjournalist Tin Fischer beschwichtigt: Es besteht Hoffnung. Denn gesellschaftliche Entwicklungen verlaufen nicht immer geradlinig verlaufen. Selbst statistische Kurven, die über Jahrzehnte in eine Richtung zeigen, können plötzlich umkehren.

Der letzte Hüter der Knopfkultur

Paul Knopf besitzt eine ungewöhnliche Sammlung: In seinem Laden lagern Hunderttausende Knöpfe – rund, eckig, glitzernd oder aus ungewöhnlichen Materialien gefertigt.

Einige davon gibt es in bekannten Filmproduktionen zu sehen, etwa in «Grand Hotel Budapest», «Das Wunder von Bern» oder «Babylon Berlin». Autor Andreas Wenderoth hat den Sammler und Händler besucht.

Solidarische Wirtschaft in Brasilien

Die brasilianische Stadt Maricá, rund 60 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Experimentierfeld für progressive Lokalpolitik entwickelt.

Die Stadtverwaltung investiert gezielt in eine solidarische Ökonomie. Dazu gehört auch die virtuelle Mumbuca, ein Grundeinkommen für ärmere Einwohnerinnen und Einwohner. Autor Niklas Franzen beschreibt, wie dieses Modell funktioniert.