N° 3/2025

bref Magazin – Nach der Befreiung

14. Juli 1945. Im ehemaligen Bubeninternat Felsenegg auf dem Zugerberg treffen 107 Jugendliche ein. Sie haben die Konzentrationslager der Nazis überlebt. In der Schweiz sollen sie sich vom Grauen erholen, dem sie ausgeliefert waren. Unter ihnen ist ein Kind, Michael Urich. Das ist seine Geschichte. Sie erzählt von seinem Leben – und vom Opportunismus der Schweizer Behörden. 

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Kategorie: bref Magazin Schlagwort: 2025

Beschreibung

Nachkriegshilfe, Lebensgeschichten und Hoffnung

Diese Ausgabe des bref Magazins erzählt von historischen Ereignissen, persönlichen Lebenswegen und philosophischen Reflexionen. Die Beiträge reichen von der Schweizer Nachkriegshilfe über beeindruckende Biografien bis zu Fragen über Identität, Nachhaltigkeit und das Wesen der Hoffnung.

Befreiung aus Buchenwald

Am 14. Juli 1945 treffen 107 Jugendliche auf dem Zugerberg ein. Drei Monate zuvor wurden sie von US-Truppen aus dem Konzentrationslager Buchenwald befreit. Unter ihnen war der damals zehnjährige Michael Urich. Barbara Schmutz erzählt seine Geschichte und beleuchtet ein Kapitel der Schweizer Nachkriegshilfe, das nicht rein humanitär motiviert war.

Das Leben der Anne Spoerry

Die französisch-schweizerische Industriellentochter Anne Spoerry führte ein Leben voller Dramatik: Als junge Frau schloss sie sich der Résistance an, wurde von der Gestapo verhaftet und ins Frauen-KZ Ravensbrück deportiert. Nach ihrer Befreiung wanderte sie nach Kenia aus und arbeitete dort als Flying Doctor. Ein Porträt von Balz Spörri zeigt auch ein dunkles Geheimnis, das sie bewahrte.

Kunst, Identität und nachhaltiger Konsum

Sara Liz Marty ist Künstlerin und Designerin. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Identität, Flicken und nachhaltigem Konsum. Sie erforscht, wann wir uns komplett fühlen und wie wir das mit Kleidung ausdrücken. Gemeinsam mit Nadja Zürcher entwirft sie Common Goods – Leinenjacken, die der Tessiner Blaudruckkünstler Matteo Gehringer besonders gestaltet.

Die Philosophie der Hoffnung

Philosophieprofessorin Claudia Blöser erforscht das Wesen der Hoffnung. Ihre Motivation: Der frühe Tod ihrer Schwester an Krebs. Nach ihrem Verlust fragte sie sich: «Hätte ich die Hoffnung für sie nicht aufgeben dürfen?» Anna Scheld führte das Interview.