Vor 200 Jahren hält Joseph Nicéphore Niépce die erste Fotografie der Welt in den Händen. Eine Heliographie, ein Bild, von der Sonne gezeichnet. Den Ruhm dafür erntet Jahre später ein anderer.
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Die erste Fotografie ist aus einer Schachtel heraus entstanden – eine Heliographie. Ein Bild, von der Sonne gezeichnet. Die Idee dafür hatte Joseph Nicéphore Niépce. Der Franzose machte vor 200 Jahren die erste, bis heute erhaltene Fotografie. Den Ruhm dafür erntete aber ein anderer.
1989 stellt sich auf dem Tian’anmen-Platz in Peking ein Mann chinesischen Panzern entgegen. Das Bild des gewaltfreien Widerstands geht als «Tank Man» in die Geschichte ein. Es ist eine von zehn historischen Aufnahmen, die wir zeigen und deren Geschichte wir erzählen.
Nadine Reding hat einen Beruf, den man nicht mehr lernen kann: Sie hat als letzte in der Schweiz eine Ausbildung zur Fotoretuscheurin gemacht. Seit bald 30 Jahren restauriert sie Fotos für Archive, Museen und Private. Ein Atelierbesuch in Bern.
Die Fotokünstlerin Andrea Good hat sich auf grossformatige Bilder mit der Lochkamera spezialisiert. Schiffscontainer, Gefängniszellen oder gar Kirchen wandelt sie in eine Camera Obscura um. Lange Belichtungszeiten lassen Werke entstehen, in denen Flüchtiges wie durch Zauberhand verschwindet.
Für die Fotografen Dominic Nahr und Meinrad Schade ist der Krieg Thema ihres Lebensprojekts. Nahr fotografiert an der Kriegsfront, Schade reist für seine Arbeit an die Ränder von Konflikten. Er will wissen, wie sich der Krieg in den Alltag der Menschen schleicht. Im Interview sprechen die beiden Berufskollegen über Angst, Patriotismus und darüber, was Kriegsbilder bewirken können und was nicht.
Wenn Fotografen zu Promptografen werden, steuern sie das Bild nicht mehr über Blende, Belichtung oder Objektiv, sondern über Sprache. Wie sehr Künstliche Intelligenz die Fotografie verändert, erklären AI-Artist Oliver Rust, der Fotograf Basil Stücheli und die Fotografin Anna Guarino.
In der Fotostiftung Schweiz lagern 160 Foto-Archive, nur gerade 26 davon umfassen Werke von Frauen. Einen Grossteil der Bilder hat die Öffentlichkeit bisher nicht zu sehen bekommen. Das wollte ein Kuratorinnen-Kollektiv der Fotostiftung ändern und richtete den Scheinwerfer auf sieben dieser Archive. Verbunden mit der Hoffnung, dass die Werke, die in den Archiven lagern, die Neugier von Forscherinnen wecken.