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Freitag, 12. Juni 2020

Die Geschichte der christlichen Religion ist reich an unwahrscheinlichen Wendungen. Dabei reicht ihr Spektrum von der belächelten Hippie-Sekte zur caesaropapistischen Machtzentrale, vom asketischen Ikonoklasmus zum jesuitischen Pomp, von der straff organisierten Landeskirche zum eigenbrötlerischen Pietismus. In einer Hinsicht aber besteht seltene Eintracht: Das Christentum gilt als überaus leidfixiert und körperfeindlich. Die Blau­pause christlicher Tugend ist der Schmerzensmann Jesus am Kreuz. Das Heilsgeschehen gipfelt in der Opferung des dies­seitigen Körpers zugunsten einer jenseitigen Welt.

Die Populärkultur nimmt die christliche Fixierung auf Schweiss und Tränen immer wieder aufs Korn. In einer Folge der US-amerikanischen Comedysendung «MADtv» aus dem Jahr 2002 reist ein Cyborg – eine Persiflage auf den «Termina­-tor» – aus der Zukunft ins Jahr 33 nach Christus. Er ist darauf programmiert, Jesus vor dem Tod zu bewahren und die römischen Häscher zu eliminieren. Doch Jesus will partout leiden und sterben, um den «Masterplan» zu erfüllen. Der Terminator ist verdutzt: Warum sollte man so etwas wollen? Am Ende beruhigt der Terminator eine Trauernde am Kreuzweg: «Don’t worry. He’ll be back.»

Venice Beach, Los Angeles: Triumph über den Körper der Geburt.

Die Schmerzfreude des Christentums wird in dieser Serie als schwerverständliches Kontrastprogramm zur liberalen und profanen Gegenwart gehandelt. Konservative Kulturkritiker unterstellen der westlichen Moderne im Gegenzug, körper­süchtig, hedonistisch, frivol, transzendenzvergessen und todesphobisch zu sein. Wenn das moderne Leben keinen höheren Sinn mehr kenne, dann bleiben, in den Worten des britischen Dramatikers Mark Ravenhill, nur «Shopping and Fucking».

Oder eben der Gang ins Fitnesscenter, wo an die Stelle des demütigen Gebets und der Askese die narzisstische Selbstformung tritt, eine Art schierer Selbstvergötzung. Der Philosoph Boris Groys schrieb einmal: «Wo Religion war, ist Design geworden.» Doch ist es wirklich so einfach? Gibt es nicht doch eine Verwandtschaft zwischen der Körperbezwingung christlicher Asketen und dem selbstbezogenen Bodybuilding unserer Tage?

Bei genauerer Betrachtung erweist sich das Verhältnis der heutigen Körperkultur zum Christentum als überaus vertrackt: Mitnichten hat die materialistische Körperkultur die christliche Religion einfach überwunden oder ersetzt. Vielmehr hat die Modernisierung eine raffinierte Mischung von religiösem Erbe und säkularer Selbstoptimierung hervorgebracht. Das zeigt bereits ein Blick in die US-amerikanische Zeitschrift «Physical Culture», die die Anfänge der Fitnesskultur stark geprägt hat.

Ihr Herausgeber, der millionenschwere Unternehmer und «Vater» der Körperkulturbewegung Bernarr Macfadden, ent­wickelte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine regelrechte Glaubenslehre mit Gott als allmächtigem Fitnessinstruktor («The One Divine Physician») an der Spitze. Es handelte sich um eine Glücksreligion mit Vollkornbrot statt Hostie, der jedoch nur eine kurze Dauer beschieden war. Die Kultur von Fitness und Bodybuilding sollte sich allerdings als langlebiger erweisen. Fitnessvater Macfadden bezeichnete diese auch später als Religion.

In der Juliausgabe von «Physical Culture» aus dem Jahr 1909 wird Jesus Christus zu nichts Geringerem als einem Messias der Körperkultur erklärt. Für den Autor Harry G. Hedden war klar, dass Jesus seinen herausfordernden Job überhaupt nur machen konnte, weil er ziemlich gut in Form war. Vermittels entsprechend gewählter Abbildungen wurde aufgezeigt, dass Jesus über einen seiner epochalen Bedeutung angemessenen Brustumfang verfügt habe.

Der Text endet mit den bemerkenswerten Sätzen: «Offensichtlich, ganz offensichtlich, lebte Er ein einfaches, natürliches, gesundes Leben im Freien – das Leben eines Körperkulturisten, wenn man so will. […] Bevor Er sein öffentliches Leben begann, arbeitete Er in einer Schreinerei. Als Er sein öffentliches Leben begann, hatte Er einen starken, gesunden Körper, einen Körper, der in der Lage war, Entbehrungen, Belastungen und andere schwere Anforderungen an seine Kraft auszuhalten.»

Wohlgebaut leiden: Der spanische Barockmaler Francisco de Zurbarán schuf die Kreuzigungsszene 1627.

Jesus, ein schmalbrüstiger Jüngling

Jesus zu einem Pionier der Fitnesskultur zu erklären mag auf den ersten Blick absurd erscheinen. Vor allem, wenn man der theologischen Tradition folgt, die von einem Dualismus von Geist und Körper spricht, was mit einer Verachtung des Fleisches einhergeht. Zahllose Päpste und Heilige, von Gregor dem Grossen bis hin zu Augustinus, haben in ihrer Theologie körperfeindliche Steilvorlagen geliefert. Auch in der Gegenwart dominiert das Bild des Messias als schmalbrüstiger Jüngling. So auch im Kinofilm «Maria Magdalena» aus dem Jahr 2018: Während er die Titelheldin als asexuelle Frau voll spirituellen Edelmuts zeigt, scheint der apathische Jesus unter einem Burnout zu leiden und lässt sich, vorsichtig formuliert, körperlich ein wenig gehen. Bartpflege und Push-ups sind nicht Teil seiner täglichen Routinen.

Auch der Historiker Philipp Blom geht davon aus, dass das Christentum dem Körper und der Lust feindlich gegenüberstand. Doch kommt der erklärte Materialist in seinem Buch «Böse Philosophen» über die radikale Aufklärung und ihr Erbe zum Schluss, dass der Umgang mit dem Körper in den nachchrist­lichen Gesellschaften in wesentlichen Punkten noch immer dem Umgang mit dem Körper in der religiös geprägten Vormoderne ähnele.

Zu seinem Verdruss erkennt Blom in der Hochkonjunktur von Fitness, Bodybuilding und Diätetik die heimliche Wiederkehr klösterlicher Exerzitien, gewissermassen über profane Bande gespielt: «Die Gläubigen des westlichen Evangeliums der kapitalistischen Freuden hassen ihre Körper fast genauso wie die Nonnen und Mönche von einst. […] Ihre modernen, säkularen Nachfolger fasten nicht mehr, um ihre unsterbliche Seele zu retten – sie halten Diät, versagen sich alltägliche Genüsse, jagen dem Idealbild eines jugendlichen Körpers nach, den sie nie mehr haben werden, fühlen sich dauernd schuldig dafür, dass sie so alt sind, zu schlaff, nicht gut in Form, nicht so, wie sie sein sollten.» Der sündige Körper, da ist er wieder.

Der in der Geburtslotterie gewonnene Körper ist uns modernen Menschen ein Ärgernis. Dieses ärmliche Gebilde soll alles sein?

Der in der Geburtslotterie gewonnene Körper ist uns modernen Menschen in der Tat ein Ärgernis. Das soll es sein? Dieses armselige, schwache Gebilde? Da geht doch mehr! In dieser Hinsicht sind wir mehr Prometheus als Hiob, wenn wir unser Schicksal in die Hand nehmen und am Körper, diesem existenziellen Trostpreis, arbeiten. Und schwupp, schon sind Askese, Selbstdisziplinierung und Selbstgeisselung zurück, ja schlimmer noch – nun müssen sie uns auch noch Spass machen! Permanenter Glücksdruck bedeutet endlosen Stress. Adorno und Horkheimer haben dazu den passenden Kalenderspruch «Fun ist ein Stahlbad» geprägt.

Bloms These, der oft zitierte «Fitnesswahn» stünde in der Tradition religiösen Eifers, ist durchaus stichhaltig. Doch ist es nicht so, dass die Parallelen bei der Schinderei des Leibes auf­hören. Bei aller Ablehnung des diesseitigen Fleisches kennen die Christen das Streben nach einem schönen Körper. Allerdings gibt es diesbezüglich einen kleinen Unterschied: Der vollkommene Leib wird den Christen, ob Mann oder Frau, erst nach ihrem irdischen Ableben zuteil. Niemand geringerer als der grosse Thomas von Aquin weist in seiner «Summa contra Gentiles» im 13. Jahrhundert vermittels zahlreicher scholastischer Winkel­züge nach, dass die Auferstehung im Fleische erfolge.

Und zwar in einem Fleische, das es mit den heutigen Superkörpern aufnehmen könne, ja das bei «Germany’s Next Topmodel» verlässlich den ersten Platz gewinnen würde. So heisst es bei Thomas: «Die Leiber der Auferstandenen [werden] derselben Art sein […] wie unsere jetzigen Körper.» Mit dem Unterschied, dass es im Jenseits «keinen Verfall, keine Unförmigkeit und keinen Defekt geben wird». Besser noch: kein Pilates, kein Crossfit, und auch die Monatsgebühren fürs Fitnesscenter entfallen. In all ihrer perfektionierten Pracht tun diese Körper nurmehr eines – chillen.

Einen Körper wie jener, den Caravaggio um 1606 Jesus verlieh, hat sich der berühmte deutsche Bodybuilder Eugen Sandow 1894 antrainiert. Sandows Eltern sollen sich übrigens gewünscht haben, dass ihr Sohn lutherischer Pastor wird.

Die Historikerin Caroline W. Bynum hat Thomas von Aquin genau gelesen. Sie widerspricht der gängigen These, das Christentum sei vom Geist-Körper-Dualismus geprägt und deshalb durchwegs körperfeindlich. In ihrer Studie «The Resurrection of the Body in Western Christianity» argumentiert sie, dass der Körper «für den grössten Teil der westlichen Geschichte in erster Linie als Ort biologischer Prozesse verstanden [worden sei]».

Die Christen, so Bynum, hielten mehr noch an einer sehr wörtlichen Vorstellung von der Auferstehung fest, trotz wiederholten Versuchen von Theologen und Philosophen, diese Idee zu vergeistigen: «Der wörtliche, materielle Körper war in der Tat so wichtig, dass im vierzehnten Jahrhundert nicht nur vergeistigte Interpretationen entschieden zurückgewiesen wurden, sondern auch die Seele selbst als verkörpert dargestellt wurde.» Bynum folgert, in der mittelalterlichen Theologie habe ein «psycho­somatisches Verständnis des Selbst» dominiert. Erst mit der modernen Ausdifferenzierung der Gesellschaft, als Politik und Religion, Privates und Öffentliches auseinandertraten, traten auch Psyche und Körper auseinander.

Training als Erfüllung

Ist also gerade das moderne Fitnesscenter ein Ort, wo Psyche und Soma auf unterschwellige Weise wieder zueinanderfinden? Vielleicht sind in dem scheinbar profanen Phänomen des Gewichthebens Restbestände des Religiösen, etwa das Bedürfnis nach Ordnung, Transzendenz und Sinn, noch immer wirksam. Auch hier lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Ausgerechnet jener Mann, der um 1860 das moderne Fitnesstraining an Maschinen erfand, der schwedische Arzt Gustav Zander, war Präsident der Theosophischen Gesellschaft Schwedens. Typisch für das hybride 19. Jahrhundert versuchten die Theosophen, eine Art «Best-of» aus allen Religionen zu destillieren und gleich noch naturwissenschaftlich zu fundieren. Einerseits gründete Zander das «Medico-Mechanische Institut», wo rationelles Maschinentraining praktiziert wurde, andererseits suchte er auch nach spiritueller Wahrheit.

Gustav Zanders medico-mechanische Geräte bildeten den Anfang der Fitnesskultur im ausgehenden 19. Jahrhundert. Der Theosoph Zander verband körperliches Training mit spirituellem Heil.

Man könnte sich also erneut fragen, was Menschen genau ins Gym treibt. Was tun sie, wenn sie sich an stählernen Maschinen abmühen? Sie bringen sich in Form. Was aber bedeutet Form? Im Grunde etwas Geistiges, das wussten schon die klassischen Griechen. Thomas von Aquin las fleissig Aristoteles, der in seiner Schrift «De anima» um 350 vor Christus schrieb: «Die Materie ist Möglichkeit, die Form Erfüllung.» Form ist also das, was im Materiellen dem Geistigen am nächsten steht. Form ist die Brücke zur Idee. Analog dazu liesse sich also sagen: Der Körper ist Möglichkeit. Das Training ist Erfüllung.

Im Gym geht es gerade nicht um eine Feier des Fleisches-als-Fleisch, es geht nicht um Materie-als-Materie. Und hedonistischer Spass sieht tatsächlich anders aus. Vor allem Body­buildern, die auf die ästhetische Formung des Körpers fokussieren, geht es um die Apotheose des Fleisches hin zum Formfleisch, bereinigt von den Zufälligkeiten der Existenz, überführt in eine lebendige Skulptur, die im Sterblichen der Ewigkeit so nahe ist wie nur irgend möglich.

In etwa so lautete früher ja der Stellenbeschrieb religiöser Virtuosen: Ordnung und Struktur ins Chaos bringen; Sinn erzeugen, wo Willkür zu herrschen scheint; Dauer zu garantieren, obwohl das individuelle Leben schmerzlich kurz ist. Entsprechend ist die Selbstformung im Gym ritualisiert, strukturiert, systematisiert. Und erst wenn der widerspenstige, eigensinnige Körper, diese ungeschlachte Möglichkeitsmaterie, in Form gebracht worden und einem überindividuellen Ideal angeglichen ist, ist das Ziel erreicht.

Besser leiden

Vielsagend in diesem Zusammenhang ist die Ikonographie des Bodybuildings. In den Szenemagazinen sind die Athleten oft mit schmerzverzerrten Gesichtern beim Stemmen hoher Gewichte zu sehen. Die Botschaft: Nur am Leiden wächst der Mensch! Schmerzensmänner, Schmerzensfrauen, die im Schweisse ihres Angesichts und mehr noch im Schweisse ihrer Körper Leistung erbringen – hier feiert im Grunde die bereits wortreich zu Grabe getragene protestantische Arbeitsethik ihre Wiedergeburt.

Insofern überrascht es nicht, beim weltweit wichtigsten Bodybuilding-Wettkampf, dem Mr. Olympia in Las Vegas, Bodybuilder mit «Reps for Jesus»-T-Shirts zu erblicken. Oder in Oakland den christlichen Kraftraum «God’s Gym» zu entdecken, eine so humorvolle wie ernst gemeinte Anspielung auf das legendäre «Gold’s Gym» in Venice Beach, Kalifornien. Und zu erfahren, dass ausgerechnet Ronnie Coleman und Branch Warren, zwei der monströsesten Bodybuilder aller Zeiten, bekennende Christen sind.

Auch ein gigantischer Oberschenkel kann als Ausdruck der Wertschätzung Gottes verstanden werden.

Vielleicht verhält es sich mit den Körpern dieser Bodybuilder ja wie mit dem Reichtum im protestantisch geprägten US-Kapitalismus: Wirtschaftlicher Erfolg gilt als Beweis dafür, dass man gottgefällig lebt. In diesem Sinne kann auch ein gigantischer Oberschenkel als Ausdruck der Wertschätzung Gottes verstanden werden.

Bei weiteren intensiven Sport- und Trainingsformen wie Crossfit steht der Wert des Leidens ebenfalls im Vordergrund. Im Umfeld US-amerikanischer Ausdauerathleten entstand 2013 eine Graswurzelbewegung mit dem vielsagenden Namen «Suffer Better». Ihr Mitgründer Bob Africa gibt seinen Anhängern zu bedenken: «While finishing a race is very meaningful to each of us, it’s important to recognize that it’s bigger than just you.

The idea is that you give all you can in everything you do, and then give back to those who might not be as fortunate.» Heisst: Gelitten wird für ein höheres Ziel. Hier liegen religiöse oder doch zumindest ethische Assoziationen auf der Hand. Das ist es, was dem radikalen Materialisten und Aufklärer Philipp Blom so sauer als Relikt voraufgeklärter Zeiten aufstösst. Geniesst doch einfach mal, relaxt!

Auch das Bodybuilding enthält mehr ethische Elemente, als man gemeinhin denkt. In den Massenmedien wird es normalerweise als profaner «Körperwahn» abgetan, als blosser Ausdruck von Narzissmus, als steroidaler Sumpf des Stumpfsinns. Doch schon 1950 verfasste Joe Weider, der bedeutendste Bodybuilding-Unternehmer der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in Anlehnung an die Zehn Gebote die «Ten Predictions» – Vorhersagen – des Bodybuildings. In der zehnten Prophezeiung heisst es: «I PREDICT that bodybuilding will one day become one of the greatest forces in existence and that it may be hailed as the activity which actually saved civilization from itself.» Bodybuilding als Rettung der menschlichen Zivilisation: Wenn das kein Projekt von religionsstiftendem Ausmass ist.

Natürlich lässt sich argumentieren, die Parallelen zwischen der modernen Körperkultur und der christlichen endeten dort, wo es um konkrete Glaubenspraktiken wie Solidarität mit den Schwachen oder Bescheidenheit geht. Aber wurden diese Praktiken denn immer und überall von Christen gelebt? Mitnichten. Der französische Mittelalterforscher Jacques le Goff schrieb einst, ein mittelalterlicher Mönch bete zwar «für das Heil anderer Menschen, doch strebt er zunächst nach seiner eigenen Vollendung und seinem eigenen Heil». So betrachtet, haben Gewichtstemmer und religiöse Asketinnen auch in diesem Punkt einiges gemeinsam.

Das Bodybuilding kennt neben tiefgläubigen Athleten überdies tabuisierte Speisen, strenge Rituale und Exerzitien, Solidarität in der verschworenen Gemeinschaft und nicht zuletzt eine Art Transzendenzerfahrung durch Formung und Form. Man kann das als blasse Ersatzreligion abtun. Oder nüchtern konstatieren, dass Religion noch nie in Reinform existierte und sich immer schon mit allen möglichen sozialen Praktiken vermischte.

Solange sich aber Menschen auf Hantelbänken schinden oder beim Crossfit «besser leiden» wollen, ist die Bereitschaft zum Leiden nicht gänzlich versiegt. Wo Transzendenz war, ist heute Training.

Jörg Scheller ist Kunstwissenschaftler, Journalist und Musiker. Er lehrt an der Zürcher Hochschule für Künste und betreibt seit Jahren selber Bodybuilding.