14. Juli 1945. Im ehemaligen Bubeninternat Felsenegg auf dem Zugerberg treffen 107 Jugendliche ein. Sie haben die Konzentrationslager der Nazis überlebt. In der Schweiz sollen sie sich vom Grauen erholen, dem sie ausgeliefert waren. Unter ihnen ist ein Kind, Michael Urich. Das ist seine Geschichte. Sie erzählt von seinem Leben – und vom Opportunismus der Schweizer Behörden.
CHF14.00 inkl. 2.6% MwSt.
Am 14. Juli 1945 treffen 107 Jugendliche auf dem Zugerberg ein. Drei Monate zuvor wurden sie von US-Truppen aus dem Konzentrationslager Buchenwald befreit. Unter ihnen war der damals zehnjährige Michael Urich. Barbara Schmutz erzählt seine Geschichte und beleuchtet ein Kapitel der Schweizer Nachkriegshilfe, das nicht rein humanitär motiviert war.
Die französisch-schweizerische Industriellentochter Anne Spoerry schloss sich als junge Frau der Résistance an, wurde von der Gestapo verhaftet und ins Frauen-KZ Ravensbrück deportiert. Nach ihrer Befreiung wanderte sie nach Kenia aus und arbeitete dort als Flying Doctor. Ein Buch von John Heminway und ein Porträt von Balz Spörri zeigen, welch dunkles Geheimnis Spoerry bis an ihr Lebensende mit sich trug.
Sara Liz Marty ist Künstlerin und Designerin. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Identität, Flicken und nachhaltigem Konsum. Sie erforscht, wann wir uns komplett fühlen und wie wir das mit Kleidung ausdrücken. Gemeinsam mit Nadja Zürcher entwirft sie Common Goods – Leinenjacken, die der Tessiner Blaudruckkünstler Matteo Gehringer besonders gestaltet.
Philosophieprofessorin Claudia Blöser erforscht das Wesen der Hoffnung. Ihre Motivation: Der frühe Tod ihrer Schwester, sie starb mit 21 Jahren an Krebs. «Hätte ich die Hoffnung für sie nicht aufgeben dürfen?», fragt sich Blöser. Welche Antwort sie hat, sagt sie im Gespräch mit Anna Scheld.