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Donnerstag, 07. August 2025
Sprache kann mit Floskeln und Phrasen verschleiern, was tatsächlich gemeint ist. Die Leichte Sprache holt die Botschaft hervor — und auch das, was manchmal zwischen den Zeilen steht. Diesmal: Übersetzung des Schweizerpsalms* (1840) von Leonhard Widmer. *
Trittst im Morgenrot daher, Seh’ ich dich im Strahlenmeer, Dich, du Hocherhabener, Herrlicher! Wenn der Alpenfirn sich rötet, Betet, freie Schweizer, betet! Eure fromme Seele ahnt Eure fromme Seele ahnt Gott im hehren Vaterland, Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Lieber Gott:
Schon am frühen Morgen bist du da.
Wenn die Sonne aufgeht.
Dann sehe ich dich im hellen Licht.
Du bist gross und wunderbar!
Wenn der Schnee auf den Bergen rot wird:
Betet, freie Schweizer!
Tief innen fühlt ihr:
Gott ist da in unserm schönen Land.
Kommst im Abendglühn daher, Find’ ich dich im Sternenheer, Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender! In des Himmels lichten Räumen Kann ich froh und selig träumen! Denn die fromme Seele ahnt Denn die fromme Seele ahnt Gott im hehren Vaterland, Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Lieber Gott:
Auch am Abend kommst du.
Wenn der Himmel leuchtet.
Dann sehe ich dich bei den vielen Sternen.
Du bist freundlich zu den Menschen.
Und voller Liebe.
Der Himmel ist hell von den Sternen.
Dort kann ich gut träumen.
Ich fühle mich leicht und froh.
Tief innen fühle ich:
Gott ist da in unserm schönen Land.
Ziehst im Nebelflor daher, Such’ ich dich im Wolkenmeer, Dich, du Unergründlicher, Ewiger! Aus dem grauen Luftgebilde Tritt die Sonne klar und milde, Und die fromme Seele ahnt Und die fromme Seele ahnt Gott im hehren Vaterland, Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Manchmal bist du schwer zu finden.
Besonders wenn es neblig ist.
Dann muss ich dich in den Wolken suchen.
Du bist tief und voller Geheimnisse.
Aber ich weiss:
Du bist bei jedem Wetter da.
Und plötzlich kommt die Sonne hervor.
Und der Himmel wird hell und klar.
Tief innen fühle ich:
Gott ist da in unserm schönen Land.
Fährst im wilden Sturm daher, Bist du selbst uns Hort und Wehr, Du, allmächtig Waltender, Rettender! In Gewitternacht und Grauen Lasst uns kindlich ihm vertrauen! Ja, die fromme Seele ahnt, Ja, die fromme Seele ahnt, Gott im hehren Vaterland, Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Manchmal ziehen Wolken auf.
Der Himmel wird schwarz.
Und es beginnt zu stürmen.
Trotzdem bist du bei uns.
Du schützt uns.
Damit uns nichts Schlimmes passiert.
In der Nacht donnert und blitzt es.
Das macht uns Angst.
Aber wir vertrauen dir.
Wie einem Vater.
Tief innen fühlen wir:
Gott ist da in unserem schönen Land.
* Der Schweizerpsalm ist seit 1981 offiziell die Nationalhymne der Schweiz. Der Text stammt vom reformierten Dichter Leonhard Widmer, die Melodie wurde vom Zisterziensermönch Alberich Zwyssig komponiert. In den vergangenen Jahren gab es mehrfach Bestrebungen, die Hymne durch eine modernere Version zu ersetzen.