Proust

Nina Burri 40, Kontorsionistin

Ursprünglich Tänzerin, erlernte Nina Burri in Peking die Kunst der Kontorsion. international bekannt wurde die Schlangenfrau mit dem zweiten Platz in der TV-Sendung Die grössten Schweizer Talente. Burri arbeitet in Europa und den USA. 2013 war sie eine Saison mit dem Schweizer Nationalzirkus Knie unterwegs.
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Autorin: Nina Burri
Freitag, 27. Juli 2018

Was wäre für Sie das grösste Unglück?

Eine Verletzung, die mich zwingt, mit meiner Kunst aufzuhören. Ich möchte selbst bestimmen, wann ich abtrete.

Wo möchten Sie leben?

Dort, wo ich jetzt bin: in Berlin und Bern. Ich pendle.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Mein Hobby ist mein Beruf und meine Passion. Ich kann davon leben, und das ist ein grosses Geschenk.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Wenn jemand mit guter Ausrede zu spät zum Date kommt.

Ihre liebsten Romanhelden?

Dazu gehört seit Kindertagen Pippi Langstrumpf, sie ist mutig, clever, lustig und immer für eine Überraschung gut.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Keine Berühmtheiten, sondern starke Frauen, die sich für etwas einsetzen, ohne dafür Applaus zu ernten.

Ihr Lieblingsmaler?

Christoph Aerni.

Ihr Lieblingskomponist?

Georges Bizet.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Männlichkeit mit einer Prise Humor und Sanftheit, einem starken Charakter und einer gesunden Work-Life-Balance – sonst hätte ich ja nichts von ihm.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Eine clevere Frau weiss, was sie kann und wie stark sie ist, aber weil sie clever ist, nimmt sie gerne die Hilfe des Mannes an.

Ihre Lieblingstugend?

Ein heiteres Gemüt.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Die Kontorsion.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Ich bin immer das geworden, was ich habe sein mögen.

Ihr Hauptcharakterzug?

Disziplin.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Ehrlichkeit.

Ihr grösster Fehler?

Mich schnell an alles anpassen zu können ist Fluch und Segen zugleich. Ich sollte öfters deutlich Nein sagen.

Ihr Traum vom Glück?

Die grosse Liebe finden und zusammen durchs Leben gehen. Ist heute gar nicht so einfach, aber ich glaube daran.

Was möchten Sie sein?

Des öfteren eine kleine Maus, die aus einer stillen Ecke alles beobachten und mithören kann.

Ihre Lieblingsfarbe?

Blau.

Ihre Lieblingsblume?

Rosen.

Ihr Lieblingsvogel?

Der Pfau. Seine Farben faszinieren mich.

Die wichtigste Erfindung der letzten hundert Jahre?

Das Flugzeug. Wir können damit die Welt erkunden.

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Paulo Coelho.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Menschen, die sich unermüdlich und oft unentgeltlich für andere einsetzen.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Josephine Baker, sie war hemmungslos und hat mit ihren Shows für ordentlich Furore gesorgt.

Ihre liebste Filmfigur?

Catwoman. Meine Traumrolle.

Ihre Lieblingsnamen?

Nina! Er ist kurz und bündig und hat trotzdem etwas Mysteriöses. Man fragt sich, ob er russisch ist, oder italienisch.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Hochstapler und dumme Schwätzer. Ich mag es ehrlich.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Hitler.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Wenn die Armee bei Naturkatastrophen oder Extremsituationen zum Einsatz kommt, finde ich das gut.

Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen?

Jeder soll selber bestimmen, an was und unter welchem Namen er glaubt.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Hellsehen wäre oft sehr hilfreich.

Wie möchten Sie sterben?

Friedlich und schmerzfrei.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

In bewusstem Besitz all meiner Sinne.

Ihr Motto?

No risk, no fun!

Der französische Schriftsteller Marcel Proust (1871—1922) antwortete in der Zeit der Pariser Salons gleich zweimal auf diese Fragen — einmal als 14jähriger, dann noch einmal mit 20. Der Fragebogen gilt als Herausforderung an Geist und Witz und stellt bis heute die grossen Fragen des Lebens.