Leichte Sprache*

Die Kirche sagt: Scherben gehören zum Leben.

Hier die Übersetzung einiger Artikel aus der Zürcher Kirchenordnung zu Diakonie und Seelsorge.
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Freitag, 12. Juni 2020

Art. 65¹ Diakonie und Seelsorge geschehen aufgrund des Evangeliums. (…)

Die Kirche hilft Menschen.
Die Kirche nennt das Diakonie.
Das Wort Diakonie kommt aus der griechischen Sprache.
Es bedeutet: Dienst.
Die Kirche spricht mit Menschen aber auch über ihre Sorgen.
Die Kirche nennt das Seel-Sorge.
Die Kirche macht Diakonie und Seel-Sorge wegen dem Evangelium.
Das Evangelium steht in der Bibel.
Das Wort Evangelium kommt auch aus der griechischen Sprache.
Es bedeutet: Frohe Botschaft.
Die Frohe Botschaft erzählt von Jesus.
Jesus ist der Sohn von Gott.
Gott will: Die Menschen sollen von Jesus erfahren.
Denn Jesus macht die Menschen froh.

Art. 65² Diakonie geschieht als tätige Nächstenliebe und ist Ausdruck gelebten Glaubens.

Jesus sagt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Das heisst: Wir sollen andere Menschen gleich fest liebhaben wie uns selbst.
Für Jesus ist die Liebe zu anderen Menschen wichtig.
Die Kirche findet die Liebe zu anderen auch wichtig.
Darum macht die Kirche Diakonie.
Diakonie ist die Liebe zu anderen Menschen.

Art. 68¹ Die Landeskirche nimmt in ihrem seelsorglichen Handeln die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit wahr und würdigt diese im Horizont des Evangeliums. Sie respektiert das Bruchstückhafte des menschlichen Lebens.

Für die Kirche sind die Worte von Jesus das allerwichtigste.
Jesus sagt: Die Menschen sind verschieden.
Jesus mag die Verschiedenheit der Menschen.
Darum mag die Kirche diese Verschiedenheit auch.
Jesus sagt auch: Alle Menschen dürfen Fehler machen.
Das findet auch die Kirche.
Die Kirche sagt: Das Leben der Menschen geht manchmal ein bisschen kaputt.
Die Kirche findet: Das ist nicht so schlimm.
Scherben gehören zum Leben.

Art. 68² Seelsorge nimmt Anteil an Freude und Glück und trägt mit in Trauer und Belastungen. Im Gespräch sowie in Stille und Gebet gibt sie Menschen Raum, Erlebtes zu verarbeiten. Seelsorge eröffnet neue Sichtweisen und Lebensmöglichkeiten.

In der Seel-Sorge fühlen die Menschen von der Kirche mit.
Sie freuen sich mit fröhlichen Menschen.
Und sie trösten traurige Menschen.
In der Seel-Sorge ist vieles möglich:
– Zusammen sprechen.
– Zusammen schweigen.
– Zusammen beten.
Durch die Seel-Sorge sehen die Menschen die Welt anders.
Und sie bekommen neue Ideen für ihr Leben.

* Religionen und Theologie tun sich oft schwer, ihre Botschaft in einfache Worte zu fassen. Die leichte Sprache leistet Übersetzungshilfe: Sie macht Schwieriges verständlich. Das ist manchmal auch entlarvend.