Leichte Sprache*

«Es ist nur eine Pause»

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Donnerstag, 06. August 2026

Sprache kann mit Floskeln und Phrasen verschleiern, was tatsächlich gemeint ist. Die Leichte Sprache holt die Botschaft hervor — und auch das, was manchmal zwischen den Zeilen steht.

Diesmal: Übersetzung einer gemeinsamen Mitteilung des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen (DPCU) und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) über ihre zweijährige Gesprächspause.*

Das Dikasterium zur Förderung der Einheit der Christen (DPCU) und die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) teilen mit, dass der zwischen ihnen geführte Dialog in seiner gegenwärtigen Form für etwa zwei Jahre pausieren soll.

Christen gehören zu verschiedenen Kirchen.

Die Kirchen wollen sich besser verstehen.

Darum reden sie miteinander.

In der katholischen Kirche gibt es dafür eine eigene Stelle.

Sie heisst: «Dikasterium zur Förderung der Einheit der Christen».

Das Dikasterium hat auch Gespräche mit evangelischen Kirchen geführt.

Viele evangelische Kirchen gehören zu einer Gemeinschaft.

Sie heisst: «Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa».

Jetzt haben Dikasterium und Gemeinschaft etwas mitgeteilt.

Sie schreiben: «Wir wollen unsere Gespräche verändern.

Darum machen wir eine Pause.»

Die Pause soll etwa zwei Jahre dauern.

Dieses Moratorium wurde bei einem Treffen der Mandatsgeber und der Verantwortlichen beider Delegationen am 9. Dezember 2025 in Rom gemeinsam beraten. Der Rat der GEKE hat sich bei seiner Sitzung am 29. Mai 2026 in Doorn, Niederlande, dieser Orientierung angeschlossen. Die Mitglieder der Gemeinsamen Kommission wurden darüber in einem gemeinsamen Schreiben von Kardinal Kurt Koch und Bischof Marko Tiitus, einem der Präsidenten der GEKE und Vertreter des Rates der GEKE beim Treffen der Mandatsgeber in Rom, informiert.

Vertreter von beiden Seiten haben sich in Rom getroffen.

Das war im vergangenen Jahr.

Dort haben sie über eine Pause gesprochen.

Die Chefs von beiden Seiten waren einverstanden.

Sie haben der Pause zugestimmt.

Dann haben sie die Menschen aus der Gesprächsgruppe informiert.

Die Pause bedeutet nicht das Ende des Dialogs. Sie soll dazu dienen, die bisherigen Erfahrungen auszuwerten und die Voraussetzungen für eine mögliche Fortsetzung des Dialogs zu klären.

Die Kirchen schreiben:

Das Gespräch ist nicht zu Ende.

Es ist nur eine Pause.

Die Pause gibt beiden Seiten Zeit.

Sie können nun überlegen:

Wie waren die Gespräche für sie?

Wie können sie weitermachen?

Die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit ist nicht ohne Frucht geblieben. Sie hat das gegenseitige Verständnis vertieft und beiden Seiten geholfen, wichtige theologische Aussagen, die gemeinsam anerkannt werden können, ebenso klarer zu benennen wie auch jene Fragen, die weiterer Klärung bedürfen. Dazu gehören insbesondere das Verständnis des Dialogprozesses selbst, Fragen nach verbindlichen Bezugstexten und Kriterien gemeinsamer Lehre sowie ekklesiologische Fragen im Blick auf kirchliche Einheit, Kirchengemeinschaft, Autorität und Amt.

Die vergangenen Jahre waren nicht umsonst.

Die Gespräche haben etwas gebracht.

Die beiden Kirchen verstehen sich besser als vorher.

Sie haben gesehen:

In manchen theologischen Fragen sind sie sich einig.

Andere Fragen sind noch offen.

Darüber müssen die Kirchen weiter miteinander sprechen.

Zum Beispiel:

Was können sie gemeinsam glauben?

Wie können sie miteinander leben und arbeiten?

Wer trägt Verantwortung in den Kirchen?

Die Kontakte zwischen dem DPCU und der GEKE sollen während dieser Phase aufrechterhalten werden. Gegen Ende 2027 sollen die nächsten Schritte geprüft und ein Treffen der Mandatsgeber im Winter 2027/2028 vorbereitet werden. Dabei soll beraten werden, wann und in welcher Form der Dialog fortgesetzt werden kann.

Die beiden Kirchen bleiben in Kontakt.

Ende 2027 ist ein Treffen geplant.

Dann wollen die Kirchen schauen:

Wann sollen die Gespräche weitergehen?

Wie sollen die Gespräche geführt werden?

Das DPCU und die GEKE danken den Mitgliedern der Gemeinsamen Kommission für ihr Engagement, ihre Ausdauer und ihre Offenheit in diesem anspruchsvollen Prozess. Beide Seiten vertrauen darauf, dass der Heilige Geist sie auf dem weiteren Weg begleiten und ihre gemeinsame Suche nach der Einheit der Kirche leiten wird.

Die Gespräche waren manchmal schwierig.

Die beiden Kirchen danken allen Teilnehmenden.

Sie haben sich eingesetzt.

Sie haben nicht aufgegeben.

Sie haben auch andere Meinungen angehört.

Die beiden Kirchen vertrauen nun auf die Hilfe von Gott.

Sie glauben: Gott wird die Kirchen begleiten.

Damit sie gut miteinander leben und arbeiten können.

* Seit 2018 treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Kirche und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) regelmässig zu ökumenischen Gesprächen. Sie beraten über zentrale Fragen des Kirchenverständnisses und wollen die Annäherung zwischen den Kirchen weiter voranbringen. Im Juni teilten die beiden Kirchen mit, dass sie den Dialog vorübergehend aussetzen.

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