Proust

Stefan Büsser 33, Comedian und Moderator

Seinen ersten Job als Moderator bekam Stefan Büsser mit gerade mal zwanzig Jahren – beim regionalen Radiosender Radio Top. Drei Jahre später wechselte er zu Energy Zürich. Seit 2016 ist er mit seiner eigenen Show Büsser am Mittag auf SRF3 zu hören. Zudem ist er aktuell mit seinem dritten Comedy-Programm Masterarbeit auf Tour.
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Freitag, 22. Juni 2018

Was wäre für Sie das grösste Unglück?

Mein Glück zu finden. Wonach sollte ich denn dann noch streben?

Wo möchten Sie leben?

Eine karibische Insel mit direkter Tramverbindung nach Zürich wäre toll.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Morgens gesund und ohne grössere Sorgen aufzuwachen.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Diejenigen, für die sich jemand aufrichtig entschuldigen kann.

Ihre liebsten Romanhelden?

Als Kind habe ich Ronja Räubertochter cool gefunden. Das ist wohl bis heute das einzige von mir gelesene Buch, das einem Roman nahekommt.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Alle Menschen, die täglich im kleinen dazu beitragen, Grosses zu vollbringen.

Ihr Lieblingsmaler?

Ich staune oft über das Talent von Strassenmalern.

Ihr Lieblingskomponist?

Hans Zimmer.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Aufrichtigkeit, Hilfsbereitschaft und Geselligkeit.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Dieselben.

Ihre Lieblingstugend?

Ehrlichkeit.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Ich arbeite sehr gern.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Ich bin zum Glück fast vollständig das geworden, was ich immer sein wollte.

Ihr Hauptcharakterzug?

Ich bin sehr direkt.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Dass sie für mich da sind, wenn ich sie brauche, auch wenn wir nicht täglich im Kontakt sind.

Ihr grösster Fehler?

Ich bin zu wenig gereist.

Ihr Traum vom Glück?

Soll ein Traum bleiben.

Was möchten Sie sein?

Gesund.

Ihre Lieblingsfarbe?

Meistens Blau.

Ihre Lieblingsblume?

Hauptsache bunt.

Ihr Lieblingsvogel?

Die Air Force One.

Die wichtigste Erfindung der letzten hundert Jahre?

Das Internet.

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Martin Suter ist der einzige, den ich nicht nur gelesen, sondern auch getroffen habe. Die Bilder sind stimmig.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Diejenigen, die wir nicht mit Namen kennen.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Siehe oben.

Ihre liebste Filmfigur?

Held meiner Kindheit war natürlich der Pingu. Von den Schauspielern mag ich Will Smith, der sich bei einem Treffen im echten Leben als toller Mensch herausgestellt hat.

Ihre Lieblingsnamen?

Alle ausser Kevin.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Falsche Menschen.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Spontan kommt man da schnell auf Adolf Hitler – er ist ja die Referenz des Bösen in unserer Zeit. Mich nähme es wunder, wer in Adolf Hitlers Zeit Adolf Hitler war.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Ich bin kein Pazifist, aber militärische Leistungen zu bewundern, finde ich schwierig. Ich bewundere Menschen, die für ihre Freiheit kämpfen.

Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen?

Die Definition, wer oder was Gott ist, ganz bestimmt.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Ich hätte gern eine grössere künstlerische Ader, sei es beim Singen oder Malen.

Wie möchten Sie sterben?

So schnell und schmerzfrei wie möglich.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Fragen Sie meinen Vormund.

Ihr Motto?

Ich habe keins.

Der französische Schriftsteller Marcel Proust (1871—1922) antwortete in der Zeit der Pariser Salons gleich zweimal auf diese Fragen — einmal als 14jähriger, dann noch einmal mit 20. Der Fragebogen gilt als Herausforderung an Geist und Witz und stellt bis heute die grossen Fragen des Lebens.