Proust

Marianne Streiff 61, Politikerin

Marianne Streiff ist als Tochter eines Polizisten in Bümpliz BE aufgewachsen. Nach dem Besuch des Lehrerseminars war sie 33 Jahre lang im bernischen Schuldienst tätig. Seit 2010 ist die EVP-Politikerin Mitglied des Nationalrats, seit 2014 Präsidentin der EVP Schweiz. Streiff ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
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Autorin: Marianne Streiff
Freitag, 14. September 2018

Was wäre für Sie das grösste Unglück?

Den Glauben an das Gute zu verlieren.

Wo möchten Sie leben?

Hellwach im Hier und Jetzt.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Eine Utopie.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Jene, aus denen ich etwas lerne.

Ihre liebsten Romanhelden?

Die rote Zora, Peter Pan, Momo.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Die tüchtigen Mütter und Überlebenskünstlerinnen in den Ländern des Südens. Verantwortungsvolle Mütter, die sich in der Familie, im Beruf und in der Gesellschaft einbringen.

Ihr Lieblingsmaler?

Die wechseln sich ab.

Ihr Lieblingskomponist?

Johann Sebastian Bach.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Echtheit, Verlässlichkeit, Freundschaftsfähigkeit, Humor.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Echtheit, Verlässlichkeit, Freundschaftsfähigkeit, Humor.

Ihre Lieblingstugend?

Heitere Freundlichkeit.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Lesen.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Mutiger und selbstbewusster in meiner Jugend.

Ihr Hauptcharakterzug?

Dankbarkeit, Spontaneität.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Offenheit zu- und miteinander, Verlässlichkeit.

Ihr grösster Fehler?

Dass ich mangels geeignetem Mass zu viele Antworten hätte.

Ihr Traum vom Glück?

Frieden weltweit.

Was möchten Sie sein?

Das, was ich bin: Mitmensch.

Ihre Lieblingsfarbe?

Bunt und immer wieder Rot.

Ihre Lieblingsblume?

Rosen.

Ihr Lieblingsvogel?

Eisvogel in la Sauge.

Die wichtigste Erfindung der letzten hundert Jahre?

Kühlschrank und internet.

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Im Moment meine Enkelin.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Menschen mit Handicap, die vorbildlich mitten im leben stehen.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Die Weiber von Weinsberg.

Ihre liebste Filmfigur?

Erin Brockovich.

Ihre Lieblingsnamen?

Diejenigen meiner Kinder und meiner Enkelin.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Ungerechtigkeit und Falschheit.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Machtgierige, Ungerechte und Falsche.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Waffenstillstände und Friedenssicherung.

Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen?

Nein, der Mensch ist eine wunderbare Erfindung von Gott.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Ich bin zufrieden mit denjenigen, die ich habe.

Wie möchten Sie sterben?

Getrost im Frieden.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Heiter, neugierig und zuversichtlich.

Ihr Motto?

Mach wasd chasch, als dä wod bisch mit däm wod hesch.

Der französische Schriftsteller Marcel Proust (1871—1922) antwortete in der Zeit der Pariser Salons gleich zweimal auf diese Fragen — einmal als 14jähriger, dann noch einmal mit 20. Der Fragebogen gilt als Herausforderung an Geist und Witz und stellt bis heute die grossen Fragen des Lebens.