Proust

Claude Longchamp 60, Politikwissenschaftler

Geboren am 14. März 1957 in Fribourg, studierte Claude Longchamp Geschichte und Soziologie in Bern und Zürich. Er gründete das Forschungsinstitut gfs.bern und war bis Juni 2017 dessen Leiter. Ausserdem analysierte er im Schweizer Fernsehen die Ergebnisse von Abstimmungen und Wahlen. Nun steht er unmittelbar vor einer grösseren Weltreise mit seiner langjährigen Partnerin.
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Freitag, 01. September 2017

Was wäre für Sie das grösste Unglück?

Wenn mein vor 24 Jahren gebrochenes linkes Bein mich nicht mehr tragen könnte.

Wo möchten Sie leben?

Ich bin auf dem Sprung zu einer Weltreise, um herauszufinden, wo es mir am besten gefällt. Noch ist es Bern.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Mit dem Erreichten rundum zufrieden sein zu können.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Den ersten aller Art, aber nicht die nachfolgenden.

Ihre liebsten Romanhelden?

Oskar Matzerath, der ewige Junge mit der Blechtrommel im Roman von Günter Grass.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Die vielen Menschen, die ihr Leben mit beiden Händen gepackt haben und aufrecht gehen.

Ihr Lieblingsmaler?

Vielleicht Kandinsky, aber ich bin mir nicht sicher!

Ihr Lieblingskomponist?

Maurice Ravel, wegen Boléro.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Solidarität.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Solidarität.

Ihre Lieblingstugend?

Das Interesse für das öffentliche Leben.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Schlafen, schlafen, schlafen.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Ich bewundere Eisbären, überhaupt Bären finde ich sensationelle Tiere.

Ihr Hauptcharakterzug?

Neugierig, aktiv.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Zuneigung, gerade auch dann, wenn man sich lange nicht gesehen hat.

Ihr grösster Fehler?

Zu schnell auf 180.

Ihr Traum vom Glück?

In Schweden. Am See. Auf einer Insel. Zuvorderst auf dem Bootssteg. Die untergehende Sonne vor Augen.

Was möchten Sie sein?

Ein Bär. Ein richtiger Bärnerbär.

Ihre Lieblingsfarbe?

Bordeauxrot.

Ihre Lieblingsblume?

Strelizien.

Ihr Lieblingsvogel?

Der Eisvogel. Der schönen Farben wegen.

Die wichtigste Erfindung der letzten hundert Jahre?

Computer in allen Variationen.

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Immanuel Kant.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Menschen, die sich entwickeln.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Adelheid von Burgund, 931 / 32 bis 999.

Ihre liebste Filmfigur?

Woody Allen.

Ihre Lieblingsnamen?

Carmen.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Die Lüge.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Noch ist er nicht geschichtlich, noch regiert er!

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Bin zutiefst überzeugter Pazifist. Muss ich passen.

Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen?

Ja sicher, was denn sonst?

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Mich voll und ganz in andere Menschen hineinversetzen zu können.

Wie möchten Sie sterben?

Am liebsten gar nicht, und wenn, im Schlaf, ohne es zu merken.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Am Entspannen.

Ihr Motto?

Endlich weg!

Der französische Schriftsteller Marcel Proust (1871–1922) antwortete in der Zeit der Pariser Salons gleich zweimal auf diese Fragen – einmal als 14jähriger, dann noch einmal mit 20. Der Fragebogen gilt als Herausforderung an Geist und Witz und stellt bis heute die grossen Fragen des Lebens.