Proust

Tamara Wernli 47, Kolumnistin und Videobloggerin

In Basel aufgewachsen, lebte sie viele Jahre in Hollywood, wo sie eine Schauspielausbildung abschloss. Bei «Telebasel» war Tamara Wernli fast 20 Jahre lang Nachrichtensprecherin und Talkshow-Gastgeberin. Heute ist sie Kolumnistin bei der «Weltwoche» und betreibt einen eigenen Youtube-Kanal mit pointierten Kommentaren zur Gesellschaft.
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Autorin: Tamara Wernli
Freitag, 10. Januar 2020

Was wäre für Sie das grösste Unglück?

Wenn meiner Familie etwas Schlimmes zustösst.

Wo möchten Sie leben?

Wo meine Familie lebt.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Jemanden zu lieben und geliebt zu werden.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Jene, für die sich der Verursacher aufrichtig entschuldigt.

Ihre liebsten Romanhelden?

Ich mag Mankells Wallander.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Masih Alinejad. Eine iranische Journalistin, die seit vielen Jahren gegen Zwangsverschleierung in ihrem Heimatland kämpft, die dort für Mädchen ab sieben Jahren gilt.

Ihr Lieblingsmaler?

Keiner.

Ihr Lieblingskomponist?

Keiner.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Humor, Aufrichtigkeit und Intelligenz.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Die gleichen.

Ihre Lieblingstugend?

Integrität.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Nach einem leckeren, selbstgekochten Essen mit Mann und Hund auf dem Sofa herumhängen und einen guten Film sehen.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Ich bin ganz zufrieden mit dem, was ich bin.

Ihr Hauptcharakterzug?

Durchsetzungsvermögen.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Dass sie mich so akzeptieren, wie ich bin.

Ihr grösster Fehler?

Ich reagiere gelegentlich zu emotional auf gewisse Dinge.

Ihr Traum vom Glück?

Siehe oben: lieben und geliebt zu werden.

Was möchten Sie sein?

Siehe oben: ich bin zufrieden, wie ich bin.

Ihre Lieblingsfarbe?

Rot.

Ihre Lieblingsblume?

Weisse Rosen.

Ihr Lieblingsvogel?

Ich mag sie alle gleichermassen.

Die wichtigste Erfindung der letzten hundert Jahre?

Die eine gibt es nicht. Penicillin dürfte zu den wichtigsten zählen.

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Ich mag viele, unter anderem Henning Mankell und Truman Capote.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Menschen, die sich selbstlos in Gefahr begeben, um anderen zu helfen, wie zum Beispiel Feuerwehrleute.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Es gibt viele, eine davon ist Marie Curie.

Ihre liebste Filmfigur?

Scarlett O’Hara.

Ihre Lieblingsnamen?

Das ändert ständig. Im Moment mag ich Pablo, so heisst mein Hund. Bei Mädchen gefällt mir Laetitia.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Lügen und Doppelmoral.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Alle, die Menschen grosses Leid zugefügt haben.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Keine Ahnung.

Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen?

Ja.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Gedankenlesen.

Wie möchten Sie sterben?

Schnell und schmerzlos.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Amüsiert.

Ihr Motto?

Immer weitermachen.

Der französische Schriftsteller Marcel Proust (1871—1922) antwortete in der Zeit der Pariser Salons gleich zweimal auf diese Fragen — einmal als 14jähriger, dann noch einmal mit 20. Der Fragebogen gilt als Herausforderung an Geist und Witz und stellt bis heute die grossen Fragen des Lebens.