Proust

Mike Müller 52, Schauspieler und Autor

Der Schauspieler und Autor Mike Müller wurde durch seine Parodien in der Satiresendung «Viktors Spätprogramm» im Schweizer Fernsehen SRF schweizweit bekannt. Im Jahr 2005 spielte er in der Verfilmung der gleichnamigen Buchvorlage «Mein Name ist Eugen» von Klaus Schädelin mit. Aktuell ist er an der Seite von Viktor Giacobbo in der SRF-Sendung «Giacobbo/Müller» zu sehen. Sein neuestes Projekt ist der Dok-Film «A1 – Ein Streifen Schweizer Strasse», der am 3. April auf SRF 1 zu sehen ist.
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Autor: Mike Müller
Bild: ZVG
Freitag, 01. April 2016

Was wäre für Sie das grösste Unglück?

Wenn ich die Weltherrschaft erlangen würde.

Wo möchten Sie leben?

Seit wann kann man das frei wählen?

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Zu wissen, dass es kein Jenseits gibt.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Fehldrucke auf Banknoten.

Ihre liebsten Romanhelden?

Frank Lehmann von Sven Regener, Alex Herwig von Karen Duve, Cicero von Robert Harris.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Saga Norén in Die Brücke. Und ja, ich habe die Frage richtig gelesen. Was die Schauspielerin Sofia Helin macht, ist Wirklichkeit.

Ihr Lieblingsmaler?

Weston Tanner.

Ihr Lieblingskomponist?

Jean-Paul Brodbeck.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Weniger Schlaf als alle anderen, grenzenloser sportlicher Ehrgeiz und das alles immer wieder erzählen zu müssen.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Stutenbissigkeit, medizinisches Halbwissen und beleidigtes Schweigen.

Ihre Lieblingstugend?

Gute Laune.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Fragebögen ausfüllen und den Journalisten die Arbeit wegnehmen.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Ein Riesenkalmar.

Ihr Hauptcharakterzug?

Fragen Sie meinen Arzt oder Apotheker.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Sitzleder.

Ihr grösster Fehler?

Habe ich verdrängt.

Ihr Traum vom Glück?

Daran kann ich mich nach dem Aufwachen jeweils nicht mehr erinnern.

Was möchten Sie sein?

Schon wieder ein Riesenkalmar.

Ihre Lieblingsfarbe?

Rot. Äh nein: Blau. Quatsch, was sage ich: Grün. Nein, jetzt weiss ich es: Dunkelorange. So, jetzt haben Sie mich verwirrt. Ich weiss es nicht.

Ihre Lieblingsblume?

Blumenkohl.

Ihr Lieblingsvogel?

Tukan.

Die wichtigste Erfindung der letzten hundert Jahre?

Das Mountainbike.

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Philip Roth.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Médicins Sans Frontières.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Die Amazonen.

Ihre liebste Filmfigur?

Marge Gunderson (Frances McDormand) in Fargo.

Ihre Lieblingsnamen?

Foxli.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Die Gewissheit, wir seien die einzigen, die gerade seichen können.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Die Sophisten.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Das Trojanische Pferd.

Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen?

Wenn man sich die zahlreichen Patentinhaber und ihre Deutungen vor Augen führt: Ja.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Das perfekte Gedächtnis.

Wie möchten Sie sterben?

Ganz zuletzt.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Voll genussfähig bei leicht erhöhtem Blutdruck und passablem Ruhepuls.

Ihr Motto?

Beruhige dich.

Der französische Schriftsteller Marcel Proust (1871—1922) antwortete in der Zeit der Pariser Salons gleich zweimal auf diese Fragen — einmal als 14jähriger, dann noch einmal mit 20. Der Fragebogen gilt als Herausforderung an Geist und Witz und stellt bis heute die grossen Fragen des Lebens.