Proust

Karin Bertschi 28, Unternehmerin

Aufgewachsen im aargauischen Leimbach, absolvierte Bertschi nach der Lehre zur Kauffrau die Rekrutenschule. Danach stieg sie ins elterliche Transportgeschäft ein und machte sich als Recycling-Pionierin einen Namen. Für ihre sozialen und nachhaltigen Ideen erhielt sie mehrere Preise. 2016 wurde Bertschi für die SVP in den Grossen Rat des Kantons Aargau gewählt.
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Autorin: Karin Bertschi
Freitag, 08. Juni 2018

Was wäre für Sie das grösste Unglück?

Ich bin ein positiv denkender Mensch und habe mir diese Frage noch nie gestellt.

Wo möchten Sie leben?

Im Hier und Jetzt.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Gesund schöne Zeiten mit der Familie und Freunden zu geniessen.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Diejenigen, die mir selber auch oft passieren. Und wenn es jemand gut gemeint hat – es aber anders rausgekommen ist.

Ihre liebsten Romanhelden?

Ich habe keine Romanhelden. Aber mein Mann ist romantisch und mein Held.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Meine Mutter.

Ihr Lieblingsmaler?

Mein Göttibueb.

Ihr Lieblingskomponist?

Scott Joplin – und natürlich Bach.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Ehrlichkeit: Sie ist das Fundament für Vertrauen. Herzlichkeit: Sie macht aus dem «Normalen» das «Berührende».

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Ich mache bei Männern und Frauen keine Unterschiede.

Ihre Lieblingstugend?

Loyalität.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Zeit in den Bergen verbringen.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Was ich bin, passt mir – sonst müsste ich mich verändern. (Aber wenn ich ein Tier wäre: dann gerne ein Adler, der im Wind segelt und von weit oben die Natur in ihrer Pracht geniessen kann – und doch jedes Detail gut sehen kann.)

Ihr Hauptcharakterzug?

Eigenwillig.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Ehrlich gemeinte Rückmeldungen – kein Neid.

Ihr grösster Fehler?

Den habe ich mir vergeben und bin am Vergessen.

Ihr Traum vom Glück?

Ich geniesse ohne Traum täglich glückliche Momente.

Was möchten Sie sein?

Immer mich selbst bleiben. Nach dem Motto: Gleich ob Lob oder Tadel hoch aufspritzen, bleib am Steuer ruhig sitzen!

Ihre Lieblingsfarbe?

Blau.

Ihre Lieblingsblume?

Pusteblume (Chrotebösch im Flugmodus).

Ihr Lieblingsvogel?

Adler

Die wichtigste Erfindung der letzten hundert Jahre?

Die Glühlampe war zwar früher, aber das ist für mich eine Jahrtausenderfindung.

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Erich Kästner.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Die Kinderärzte Beat Richner und Peter Studer in Kambodscha.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Menschen wie Mutter Teresa – selbstlos.

Ihre liebste Filmfigur?

Tom & Jerry.

Ihre Lieblingsnamen?

Den behalte ich für mich – für die Namensfindung, sollte ich mal Kinder haben!

Was verabscheuen Sie am meisten?

Gefluche.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Unabhängig von Geschichte: Mücken und Zecken.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Generell Befreiungen von Menschen, die ohne Grund eingesperrt und gefoltert wurden.

Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen?

Nein, der Mensch ist eine Erfindung von Gott.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Ich würde gerne malen können.

Wie möchten Sie sterben?

Wie Elisa.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Zuversichtlich und voller Tatendrang.

Ihr Motto?

Warte nicht auf den perfekten Moment. Nimm den Moment und mach ihn perfekt.

Der französische Schriftsteller Marcel Proust (1871—1922) antwortete in der Zeit der Pariser Salons gleich zweimal auf diese Fragen — einmal als 14jähriger, dann noch einmal mit 20. Der Fragebogen gilt als Herausforderung an Geist und Witz und stellt bis heute die grossen Fragen des Lebens.