Proust

Evi Allemann 41, Regierungsrätin

Seit 2018 steht die Juristin an der Spitze der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern. Raumplanung, Kinder- und Jugendschutz, die Verbilligung der Krankenkassenprämien und die Beziehung des Kantons zu den Kirchen und Religionsgemeinschaften gehören zu ihrem Ressort. Vor der Wahl in den Regierungsrat war Evi Allemann 15 Jahre im Nationalrat. Sie hat zwei Kinder und lebt in Bern.
Die Seite wurde Ihrer Lesezeichenseite hinzugefügt. Klicken Sie auf das Menüsymbol, um alle Ihre Lesezeichen anzuzeigen. Die Seite wurde von Ihrer Lesezeichenseite entfernt.
Autorin: Evi Allemann
Freitag, 24. Januar 2020

Was wäre für Sie das grösste Unglück?

Wenn es hier in Europa wieder Krieg, Zerstörung und Verfolgung gäbe.

Wo möchten Sie leben?

Ich bin zufrieden da, wo ich lebe: zuhause in Bern.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Mit den Liebsten auf Entdeckungsreisen zu sein.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Jene, die aus Enthusiasmus und Tatendrang entstehen.

Ihre liebsten Romanhelden?

Jene, die den Widrigkeiten des Alltags trotzen.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Menschen, die unter gefährlichen Bedingungen mutig ihre Meinung vertreten.

Ihre Lieblingsmalerin?

Von Frida Kahlo über Niki de Saint Phalle bis Meret Oppenheim.

Ihr Lieblingskomponist?

Von Gustav Mahler bis Kuno Lauener.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit, Weitblick, Mut.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit, Weitblick, Mut.

Ihre Lieblingstugend?

Zivilcourage.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Unterwegs sein.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Ich bin zufrieden damit, wer ich bin.

Ihr Hauptcharakterzug?

Ich glaube, ich kann gut zuhören, weil ich am Gegenüber interessiert bin.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Dass sie mich nehmen, wie ich bin.

Ihr grösster Fehler?

Ungeduld.

Ihr Traum vom Glück?

Ich versuche, Träume zu realisieren.

Was möchten Sie sein?

So wie jetzt: zufrieden, gesund, neugierig und tatkräftig. Später: altersweise.

Ihre Lieblingsfarbe?

Wechselt je nach Stimmung, oft Schwarzweiss oder Blau.

Ihre Lieblingsblume?

Margeriten.

Ihr Lieblingsvogel?

Storch.

Die wichtigste Erfindung der letzten hundert Jahre?

Es gibt viele wichtige: die Photovoltaik, das Internet oder die Entdeckung des Penicillins.

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Von Virginia Woolf bis Friedrich Dürrenmatt.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Mutige Menschen, die trotz grösster Gefahr andere Menschen retten oder für ihre Meinung hinstehen – etwa in Diktaturen.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Vorkämpferinnen für die Gleichstellung, aber auch Menschen wie Gandhi, die auf friedlichem Weg positive Veränderungen bewirkt haben.

Ihre liebste Filmfigur?

Die Figuren von Monty Python.

Ihre Lieblingsnamen?

Eliot, Julia.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Ausbeutung und Trickserei auf dem Buckel der Schwächsten.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Massenmörder, Kriegsverbrecher und Diktatoren wie Hitler, Stalin und Mao.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Friedenssichernde Einsätze der Blauhelme.

Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen?

Vermutlich ist das so, aber als Agnostikerin weiss ich es letztlich nicht sicher.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Geduld.

Wie möchten Sie sterben?

In Würde im kleinen Kreise meiner Liebsten.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Hellwach.

Ihr Motto?

Gute Projekte ins Rollen bringen.

Der französische Schriftsteller Marcel Proust (1871—1922) antwortete in der Zeit der Pariser Salons gleich zweimal auf diese Fragen — einmal als 14jähriger, dann noch einmal mit 20. Der Fragebogen gilt als Herausforderung an Geist und Witz und stellt bis heute die grossen Fragen des Lebens.