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Cédric Wermuth 33, Nationalrat

Der Politikwissenschaftler Cédric Wermuth sitzt seit acht Jahren für die SP im Nationalrat. Er ist Vizepräsident seiner Fraktion und war von 2014 bis 2018 Co-Präsident der SP Aargau. Neben der Politik arbeitet er als Strategieberater in einer Kommunikationsagentur. Wermuth lebt mit seiner Familie in Zofingen AG.
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Freitag, 07. Juni 2019

Was wäre für Sie das grösste Unglück?

Der Verlust meiner Familie.

Wo möchten Sie leben?

Das ändert mit jeder Reise. Oft würde ich am liebsten immer gleich dort bleiben, wo wir gerade Halt machen. So ging es mir letztmals in Kapstadt.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Ich weiss gar nicht, ob es das gibt. Materielle Sicherheit, die Liebe meiner Familie, gutes Essen, guter Wein.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Fehler gehören zum Leben. Meines zumindest ist eine Aneinanderreihung von Fehlern. Entscheidend ist, wie man damit umgeht.

Ihre liebsten Romanhelden?

Meist jene, über die ich gerade lese.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Die Millionen, die sich im Laufe der Geschichte gegen Ausbeutung und Unterdrückung gewehrt haben. Speziell jene, die ihr Leben für die Freiheit und gegen den Faschismus gegeben haben.

Ihr Lieblingsmaler?

Egon Schiele.

Ihr Lieblingskomponist?

Sie erwischen mich auf dem falschen Fuss. Meine klassische Bildung lässt zu wünschen übrig.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Ruhe, Klarheit im Denken, Humor und die Fähigkeit, Wertschätzung zu zeigen.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Warum sollte das anders sein als bei Männern?

Ihre Lieblingstugend?

Weisheit, danach strebe ich. Bisher eher mit bescheidenem Erfolg.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Ganz ehrlich? Nichts tun. Bei einem Glas Weisswein, einem Buch und Sonne.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Vieles. Fussballer, Arzt vielleicht.

Ihr Hauptcharakterzug?

Wohl Unruhe.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Dass sie für mich da sind.

Ihr grösster Fehler?

Viele. Dafür haben wir hier gar keinen Platz.

Ihr Traum vom Glück?

Uff … wenn ich das wüsste.

Was möchten Sie sein?

Sicher nicht nochmals 25. Sonst passt es mir gerade recht gut.

Ihre Lieblingsfarbe?

Orange.

Ihre Lieblingsblume?

Sonnenblumen. Das waren die Lieblingsblumen meiner Mutter.

Ihr Lieblingsvogel?

Vielleicht der Kondor. Er steht irgendwie für Freiheit und Unabhängigkeit.

Die wichtigste Erfindung der letzten hundert Jahre?

Die AHV. Dafür gingen vor 100 Jahren Tausende Männer und Frauen auf die Strasse. Das war das grösste Entlastungs­programm der Geschichte für Junge und Alte gleichermassen.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Haben Sie das nicht schon mal gefragt?

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Auch diese Frage kommt mir irgendwie bekannt vor.

Ihre liebste Filmfigur?

Die Filmhelden meiner Kindheit: Ronja Räubertochter, Pippi Langstrumpf sowie Pumuckl und sein Meister Eder.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Gleichgültigkeit.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Das ist eine sehr, sehr lange Liste.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Die Niederschlagung der Nazis im Zweiten Weltkrieg.

Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen?

Das glaube ich nicht, da bin ich sicher.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Ruhe.

Wie möchten Sie sterben?

Schmerzlos.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Ziemlich voll.

Ihr Motto?

Müsste ich eines haben? Ich bin ja kein Fussballclub.