Proust

Arthur Honegger 38, Journalist

Arthur Honegger ist Journalist und Autor. 2008 wurde er Korrespondent für SRF in New York, vier Jahre später wechselte er nach Washington D. C., wo er auch das SRG-Büro leitete. Seit Ende 2015 moderiert er das News-Magazin 10vor10. Arthur Honegger hat mit Abc4USA – Amerika verstehen (2014) und Ach, Amiland! (2016) zwei Bücher zu den USA verfasst.
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Freitag, 31. März 2017

Was wäre für Sie das grösste Unglück?

Alles, was meinen Kindern zustossen könnte. Doch daran will ich gar nicht denken.

Wo möchten Sie leben?

Überall wo die Menschen in Freiheit sagen können, was sie denken. Und wo sie in Respekt darauf verzichten, alles zu sagen, was sie denken.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Jeden Moment, in diesem Moment, als Geschenk erleben zu können. Aber hey, das schafft nicht einmal der Dalai Lama.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Solche, die eine Folge von Bereitschaft zum Risiko sind. Die Welt braucht mutige Menschen, auch wenn sie manchmal scheitern.

Ihre liebsten Romanhelden?

Nathan der Weise, Sigur Johanson und Batman.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Meine Frau. Und Edward R. Murrow.

Ihr Lieblingsmaler?

Mel Ramos. Aber eigentlich sind mir Fotografen näher, Robert Frank zum Beispiel oder Steve McCurry.

Ihr Lieblingskomponist?

Kris Kristofferson. Keiner kann besser mit Musik Geschichten erzählen.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Ehrlichkeit und Humor.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Dito.

Ihre Lieblingstugend?

Anstand.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Sehen und Beschreiben.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Elvis. Bis zirka 1970.

Ihr Hauptcharakterzug?

Elan.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Gute Gespräche. Und entspanntes Schweigen.

Ihr grösster Fehler?

Der 25-Stunden-Tag.

Ihr Traum vom Glück?

Mehr Zeit!

Was möchten Sie sein?

Ein besserer Arthur Honegger.

Ihre Lieblingsfarbe?

Schwarz.

Ihre Lieblingsblume?

Hm … hab’ ich mich noch nie gefragt. Zählt Guns n’ Roses?

Ihr Lieblingsvogel?

Meiner.

Die wichtigste Erfindung der letzten hundert Jahre?

Gear Tie. Wer jetzt nicht weiss, was das ist: unbedingt googeln.

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Dürrenmatt.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Siehe oben.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Abraham Lincoln, Amelia Earhart und Jean-Jacques Rousseau.

Ihre liebste Filmfigur?

Rocky Balboa.

Ihre Lieblingsnamen?

Die meiner Kinder. Und nein, die verrate ich jetzt nicht.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Menschen, die auf andere herabschauen.

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Alle Völkermörder im Namen des Volkes.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

D-Day.

Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen?

Ist das nicht umgekehrt?

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Töne treffen vielleicht. Aber ich singe auch so ganz gern.

Wie möchten Sie sterben?

Mit einem Lächeln. Und bitte nicht zu bald.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Wach.

Ihr Motto?

Go for it.

Der französische Schriftsteller Marcel Proust (1871—1922) antwortete in der Zeit der Pariser Salons gleich zweimal auf diese Fragen — einmal als 14jähriger, dann noch einmal mit 20. Der Fragebogen gilt als Herausforderung an Geist und Witz und stellt bis heute die grossen Fragen des Lebens.