N° 6/2020

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Brigitte Affolter, 66, predigte als Pfarrerin zur Gotthelf-Verfilmung «Anne Bäbi Jowäger» und reichte dazu Züpfe und Most. Sie sagt: Worte alleine stossen an Grenzen, wenn es ans Eingemachte geht.

Von Samuel Geiser

Noa Zenger, 45, ist reformierte Pfarrerin und geistliche Begleiterin im katholischen Lassalle-Haus. Sie hält die Frage von Katholisch oder Reformiert für überschätzt.

Von Susanne Leuenberger

Constanze Broelemann, 41, arbeitet nach Stationen in Berlin, Basel und Zürich als Pfarrerin und Journalistin in Graubünden. Für ihre Arbeit hat sie sich ein Auto mit Vierradantrieb angeschafft.

Von Susanne Leuenberger

Christine Stark, 48, begrüsst und verabschiedet als Moderatorin die Zuschauer der SRF-Fernsehgottesdienste. Ihr Vermitteln und Verbinden, ohne den eigenen Standpunkt aufzugeben, zeigt sich längst nicht nur am Fernsehen.

Von Oliver Demont

Sabrina Müller, 40, erlebte als junge Frau in den USA, wie zigtausende Menschen gemeinsam Gottesdienst feierten. Nun will sie mit ihrer Forschung an der Universität Zürich herausfinden, was es braucht, um auch Menschen in der Schweiz für die Kirche zu begeistern.

Von Andreas Bättig

Esther Straub, 50, schweigt nicht, wenn sie wieder einmal als Einzige in der Expertenrunde ohne ihren Doktortitel angekündigt wird. Dass manche das zickig finden, stört die Zürcher Kirchenrätin und Pfarrerin nicht.

Von Vanessa Buff

Esther Quarroz, 62, empfängt in ihrem Kunsttherapie-Atelier immer wieder auch Pfarrerinnen und Pfarrer. Was in ihnen vorgeht, weiss sie, weil sie selbst in diesem Beruf arbeitete.

Von Heimito Nollé

Friederike Rass, 35, will die Theologie alltagstauglich machen. Dafür verliess sie trotz Bestnoten und Auszeichnungen die Universität.

Von Heimito Nollé

Sabine Brändlin, 46, hat als Ratsmitglied der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz dafür gesorgt, dass auch die Reformierten zur Ehe für alle Stellung bezogen haben. Nun greift sie nach dem nächsten heissen Eisen.

Von Oliver Demont

Jeanne Pestalozzi, 67, konsultiert in Wirtschaftsfragen auch mal die Bibel. Für die Präsidentin von Brot für alle ist das Evangelium ein guter Kompass, um fair und nachhaltig zu wirtschaften.
Von Tom Kroll

Léa Burger, 32, fasziniert das Gemeinschaftliche und Verbindende von Religion. Als Religionsjournalistin und Feministin will sie Projekte auf die Beine stellen, die Frauen zusammenbringen.
Von Susanne Leuenberger

Isabelle Noth, 53, ist es mitunter zu verdanken, dass heute kaum mehr jemand den positiven Einfluss von Religiosität auf die Gesundheit in Frage stellt. Mit ihrer Forschung zeigt die Professorin, dass Seelsorge auch den Körper heilen kann.

Von Oliver Demont

Pascale Huber, 48, hat das geschafft, was viele ihr nicht zutrauten: das Medienhaus der reformierten Kirchen zu sanieren. Sie hätte dafür allerdings auf so manchen gutgemeinten Ratschlag gestandener Herren verzichten können.

Von Rita Jost

Gabriela Allemann, 41, gründete ein Fussballteam für Mädchen, nachdem ihr Lehrer gemeint hatte, Frauenfussball sei unästhetisch. Heute möchte sie als Präsidentin der Evangelischen Frauen Schweiz dafür sorgen, dass Kirchenteams aus mehr Frauen bestehen.

Von Vanessa Buff

Luzia Sutter Rehmann, 60, hätte einst beinahe ihr Theologiestudium hingeschmissen. Sie hatte schlicht keine Lust mehr, noch länger Professoren beim Schwadronieren über Abraham und Barth zuzuhören.

Von Antonia Moser

Kathrin Bolt, 39, entwickelte mit Pfarrkolleginnen ein Cabaretstück. Dass sie seither als «Humorpfarrerin» gilt, stört sie nicht. Im Gegenteil: Freude und Spass sollten in der Kirche mehr Platz finden.

Von Heimito Nollé

Brigitta Rotach, 61, führt das Kulturprogramm im Haus der Religionen in Bern. Ihr eigener religiöser Weg macht sie zur Idealbesetzung: Sie hat reformierte Theologie studiert und ist heute Mitglied der liberalen jüdischen Gemeinschaft Or Chadasch in Zürich.

Von Antonia Moser

Silvia Schroer, 62, lernte in jungen Jahren die Macht eines katholischen Bischofs kennen, der ihr einen Lehrstuhl verweigerte. An der Universität Bern wurde sie dann mit offenen Armen empfangen – als Katholikin unter reformierten Professoren.

Von Susanne Leuenberger

Catherine McMillan, 59, knüpfte als Zürcher Reformationsbotschafterin Kontakte auf der ganzen Welt. Ihre Mission: globale Solidarität unter Christen.

Von Vanessa Buff

Geneva Moser, 31, ist Co-Redaktionsleiterin der religiös-sozialistischen Zeitschrift «Neue Wege», Queer-Aktivistin und seit ihrer Kindheit fasziniert von der Spiritualität einer Ordensschwester. Sie sagt, sie möge das Radikale daran.

Von Vanessa Buff

Irene Gysel, 71, war Kirchenrätin und sprach das «Wort zum Sonntag» ohne Universitätsabschluss. Sie hat nie verstanden, warum manche denken, man müsse Theologie studiert haben, um in der Kirche mitzureden.

Von Antonia Moser

Priscilla Schwendimann, 27, versuchte mit Anfang zwanzig ihre Gefühle für eine andere Frau wegzubeten. Am Pride-Umzug läuft nun die Pfarrerin vorne mit einem bunten Schild mit, auf dem steht: «Gott ist Liebe in Regenbogenfarben.»

Von Andreas Bättig

Magdalene Frettlöh, 62, wurde als Kind gesagt, dass ein Studium in Theologie den Glauben kaputtmache. Sie studierte trotzdem. Heute ist die Professorin für Systematische Theologie überzeugt: Der Glaube ist ohne das Denken nicht zu haben.

Von Susanne Leuenberger

Carla Maurer, 39, lebt als Pfarrerin in London bereits das, was ihre Kolleginnen in der Schweiz wohl auch bald erwartet: einen Arbeitsalltag zwischen Seelsorge, Verkündigung und Geldbeschaffung.

Von Andreas Bättig

Rita Famos, 54, forderte mit ihrer Kandidatur den Ratspräsidenten der Schweizer Reformierten in seinem Amt heraus. Trotz Niederlage will sie andere Frauen ermuntern, Anspruch auf einflussreiche Aufgaben zu erheben.

Von Oliver Demont

Cornelia Camichel Bromeis, 50, ist Dekanin der Pfarrsynode im Kanton Graubünden. Ob Männer mit ihr als Frau in einer solchen Position Mühe haben könnten, interessiert sie nicht. Vielmehr beschäftigt sie die Frage, wie sehr ihre Arbeit die Kirche von morgen prägt.

Von Susanne Leuenberger

Lisa Briner, 53, entscheidet als Leiterin des grössten theologischen Verlags der Schweiz über Autorenträume.

Von Vanessa Buff

Andrea Bieler, 56, wünscht sich als Professorin eine Kirche, die sich mit allen, wirklich allen Aspekten des Lebens beschäftigt. Beispielsweise auch mit den negativen Seiten der Monogamie.

Von Vanessa Buff

Christina Aus der Au, 54, präsidierte vor drei Jahren als Schweizerin den deutschen Kirchentag mit Angela Merkel und Barack Obama als Gästen. Das sei spannend gewesen, sagt sie, habe aber zugleich auch ihr reformiertes Misstrauen geweckt.

Von Oliver Demont

Sibylle Forrer, 39, ist die Pfarrerin mit den meisten Sendeminuten und Zeitungsseiten der Deutschschweiz. Mit ihren Auftritten und Ansichten prägt sie das öffentliche Bild der reformierten Kirche wie kaum eine andere Person.

Von Oliver Demont

Corinne Dobler, 42, ist die Tochter einer Serviceangestellten und eines Kochs. Heute zieht sie als Gastropfarrerin von Beiz zu Beiz.

Von Andreas Bättig

Judith Borter, 38, will als Gender-Beauftragte die Vielfalt der Menschen endlich auch in den Kirchen sehen. Ihr Kampf dafür hat damit zu tun, dass ihr Vater vor dreissig Jahren eine mutige Entscheidung traf.

Von Tom Kroll

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